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| Mittwoch, 2. Juli 2008 | |
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Pressemitteilung 2008/07-01 Schnäppchenmarkt FachkräfteSchorisch Magis GmbHKarstädt/Prignitz Die Auftragsbücher sind voll, Stellenanzeigen sind geschaltet. Geht es nach Geschäftsführer Jost Weimer, würde er lieber heute einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben, als morgen. Was fehlt, sind geeignete Bewerber. "Wir suchen Ingenieure, die einen Fachhochschulabschluss besitzen", sagt er. Erste Schwierigkeiten spürte Weimer schon im vergangenen Jahr, doch "jetzt stehen wir unter Druck, die Situation ist ein Drama". Fachkräfte werden zu einem begehrten Schnäppchen. Wer zuerst zugreift, hat sie. Alle anderen gehen leer aus. Dabei ist das im Anlagenbau und in der Fertigungstechnik tätige Unternehmen äußerst aktiv. ![]() Schorisch Magis Kärstädt Im Ausbildungsbereich arbeitet Schorisch Magis mit dem Oberstufenzentrum Prignitz und dem Beruflichen Bildungszentrum (BBZ) zusammen. In der relativ jungen privaten Berufsschule in Pritzwalk belegt die Firma Weiterbildungsplätze zum Konstruktionsmechaniker. Selbst einen dualen Studiengang mit dem BBZ für Betriebswirtschaftslehre nutzen die Karstädter. "Weitere duale Studiengänge für Maschinenbau könnte ich mir vorstellen", sagt Weimer. Doch all das reiche nicht aus. "Die Gegend ist ausgeblutet", so Jost Weimer, der selbst schon in München, Stuttgart oder Bochum gearbeitet hatte. Zu viele junge Menschen hätten die Prignitz seit 1990 verlassen und jetzt, da hiesige Unternehmen endlich den Aufschwung spüren, finden sich nur wenige Fachkräfte, die ihn mittragen können. Und wer erst einmal die Region verlassen habe, sei schwer zur Rückkehr zu bewegen. ![]() Quelle Foto: Hanno Taufenbach Zurück in die Heimat locken Doch genau das will Jost Weimer erreichen. In einer Anzeige möchte er über die hier gebliebenen Eltern Kontakt finden zu früheren Prignitzern. "Vielleicht kommt ja doch der eine oder andere zurück", hofft er. Denn Weimer weiß, dass es noch schwerer sei, jemanden ohne familiäre Bindungen hierher zu locken. "Man muss die Gegend schon mögen", sagt er. Der Geschäftsführer hat sich noch mehr einfallen lassen, um Fachkräfte zu finden. So erhalten Mitarbeiter eine Prämie, wenn sie einen neuen Kollegen vermitteln. Verbessern will Weimer die eigene Lehrausbildung im Betrieb: "Unserer Zeit reicht nicht, die Azubis richtig zu betreuen, deshalb suchen wir einen Lehrausbilder, gerne einen Rentner oder Arbeitslosen mit Fachkenntnissen." Dieser soll mit jungen Leuten umgehen können, typische Schlossertätigkeiten wie Drehen, Fräsen oder Bohren vermitteln. "An diesem Handwerkszeug mangelt es vielen Lehrlingen", weiß Weimer. Seit sechs Monaten sei er auf der Suche - bisher erfolglos, aber noch gibt er nicht auf. Dieses Maßnahmepaket soll helfen, die Situation zu entspannen. Aber noch muss die Geschäftsführung einige Aufträge über Subunternehmen und Werkverträge abwickeln, "denn wir können es uns nicht erlauben, einen Auftrag abzulehnen", bekräftigt Weimer. Wer erst einmal seinen Fuß im Unternehmen hat, dem eröffnen sich interessante Perspektiven. Bis zu 90 Tonnen schwere Stahlbauten für Kraftwerke und Wehranlagen schweißen die 78 Kollegen in Karstädt zusammen. Bundesweit und für die Bundeswehr sind sie aktiv. An der neuen Rügenbrücke war der Betrieb ebenfalls beteiligt, einige der Schilderbrücken stammen aus Karstädt. Quelle: Schweriner Volkszeitung "Lokales aus der Prignitz" vom 17. Juni 2008, Autor: Hanno Taufenbach; Foto: Hanno Taufenbach Download des Originalartikels der Schweriner Volkszeitung SCHORISCH Magis - vielfältig und leistungsstark Schorisch Magis GmbH |





